Warum ich Menschen begleite


Die Frage, warum ich heute Menschen begleite, hat viel mit meinem eigenen Weg zu tun.
Lange Zeit habe ich funktioniert. Gefühle hatten wenig Platz, und die Wut in mir war ein ständiger Begleiter. Ich habe vieles mit mir selbst ausgemacht, ohne wirklich zu verstehen, was dahintersteckt.


Schon mein erstes Kind hat mir Themen gespiegelt, die ich damals noch nicht einordnen konnte. Mit der Geburt meines zweiten Kindes vor acht Jahren wurde vieles noch deutlicher. Meine Kinder brachten mich immer wieder an meine Grenzen und gleichzeitig näher zu mir selbst.
Beide sind sehr sensibel – so wie ich es eigentlich auch immer war.


Durch sie begann ein intensiver Prozess des Hinschauens, Reflektierens und Verstehens. Ich lernte, meine eigenen Muster zu erkennen, Gefühle wahrzunehmen und mich selbst besser kennenzulernen. Ich begann zu verstehen, warum ich auf bestimmte Situationen reagiere, wie ich reagiere, und welche Erfahrungen mich geprägt haben.
Dieser Weg hat mein Leben verändert.
Heute weiß ich: Entwicklung bedeutet nicht, ein anderer Mensch zu werden. Entwicklung bedeutet, sich selbst immer mehr zu verstehen, anzunehmen und einen eigenen, stimmigen Weg zu finden.


Das Lernen hört dabei nie auf. Auch ich bin weiterhin unterwegs, entdecke Neues, hinterfrage, wachse und entwickle mich.


Genau deshalb begleite ich Menschen so gerne. Nicht, weil ich alle Antworten habe, sondern weil ich weiß, wie wertvoll es sein kann, wenn jemand einen Raum schafft, in dem man sich selbst begegnen darf.
Einen Raum für Entwicklung.